Osteopathie bei Tennisarm und Golferarm

In unserer Praxis für Osteopathie in Dachau analysieren wir Beschwerden wie den Tennisarm (Epicondylitis lateralis) und den Golferarm (Epicondylitis medialis) nicht isoliert am Gelenk. Wir betrachten sie im Zusammenhang mit der gesamten Arm- und Schultermechanik, um die zugrunde liegende Belastungsstruktur zu verstehen und die Zugspannung im Gewebe sinnvoll zu begleiten.

Entgegen ihrer Namen sind übrigens die wenigsten Betroffenen tatsächlich Tennis- oder Golfspieler. Meistens stecken alltägliche oder berufliche Überlastungen dahinter, bei denen die aktuelle Anforderung die Belastungstoleranz des Gewebes übersteigt.

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Osteopathie Tennisarm

Ursachen und Entstehung des Tennis- oder Golferellenbogens

Ein Tennis- oder Golferellenbogen resultiert in den meisten Fällen nicht aus einer akuten Verletzung, sondern aus einer wiederholten Überlastung der Sehnenansätze. Typische Einflussfaktoren können sein:

  • Einseitige Belastungen im Beruf (z. B. „Mausarm“) oder Sport.

  • Erhöhte Griffkraft bei gleichzeitig fehlender muskulärer Balance.

  • Eingeschränkte Mobilität im Handgelenk oder in der Schulterregion.

  • Mangelnde Belastungsprogression im Training.

Wichtig zu wissen: Aus funktioneller Sicht handelt es sich oft nicht um eine klassische Entzündung, sondern um eine reaktive Überlastungsreaktion der Sehnenstruktur. Die Beschwerden können entstehen, wenn ein Missverhältnis zwischen der aktuellen Anforderung und der individuellen Belastungstoleranz des Gewebes vorliegt.

Manuelle Therapie und funktionelle Analyse bei Ellenbogenbeschwerden

Unsere Untersuchung umfasst nicht nur den schmerzhaften Punkt, sondern das gesamte funktionelle Umfeld:

  • Spannungsmuster: Analyse der muskulären Ketten im Unterarm.

  • Gelenkmechanik: Prüfung der Bewegungsfreiheit im Handgelenk.

  • Schulter-Stabilität: Wie kontrolliert wird der Arm vom Rumpf ausgeführt?

  • Belastungsanalyse: Betrachtung der Bewegungsabläufe im Alltag oder Sport.

Manuelle Techniken zielen darauf ab, übermäßige Zugspannungen direkt zu regulieren. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg ist jedoch die anschließende strukturierte Anpassung der Belastung, denn vollständige Schonung kann zwar kurzfristig entlasten, führt langfristig jedoch oft zu einer weiteren Reduktion der Belastungstoleranz.

Deshalb kombinieren wir je nach individuellem Befund osteopathische Impulse mit:

  • Gezielten Übungen zur Kräftigung der Unterarmmuskulatur.

  • Optimierung der Griffkraft und ergonomischen Anpassungen.

  • Verbesserung der Schulterkontrolle zur Entlastung der Peripherie.

  • Systematischer Belastungssteigerung (Load Management).

Ziel dieses kombinierten Ansatzes ist die Förderung einer stabilen Sehnenmechanik, damit Sie den Anforderungen Ihres Alltags wieder schmerzfrei und belastbar begegnen können.

Golferarm Osteopathie

Osteopath Jan Philipp – Langjährige Erfahrung in funktioneller Therapie

Ich verbinde eine fundierte vierjährige osteopathische Ausbildung mit über 25 Jahren Erfahrung in Training und funktioneller Therapie.

Gerade bei Überlastungsbeschwerden der Sehnen ist die Kombination aus biomechanischer Analyse und systematischer Belastungsanpassung ein bewährter Weg. Das Ziel ist es, das Gewebe darin zu unterstützen, Belastungsreize wieder sicher zu verarbeiten.

Wichtiger Hinweis: Unsere Arbeit versteht sich als ergänzende Unterstützung zur medizinischen Versorgung. Sollten Hinweise auf strukturelle Schäden bestehen, koordinieren wir die weitere Vorgehensweise gerne mit Ihrem Arzt.

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Ostheopath Dachau Jan Erftmann Heilpraktiker

FAQ

Häufige Fragen zum Tennisarm und Golferarm

Ein Tennisarm, medizinisch Epicondylitis humeri radialis genannt, ist eine schmerzhafte Überlastung der Sehnenansätze an der Außenseite des Ellenbogens. Er entsteht meist durch wiederholte, einseitige Bewegungen der Hand- und Fingerstrecker, wie sie etwa beim langen Arbeiten am Computer, bei handwerklichen Tätigkeiten oder beim Sport vorkommen. Typisch sind Schmerzen an der Ellenbogenaußenseite, die in den Unterarm ausstrahlen können, sowie ein spürbarer Kraftverlust beim Greifen.

Ein Golferarm, medizinisch Epicondylitis humeri ulnaris genannt, ist das Gegenstück zum Tennisarm. Hierbei sind die Sehnenansätze an der Innenseite des Ellenbogens überlastet. Die Ursache liegt in einer chronischen Überbeanspruchung der Hand- und Fingerbeuger, die beispielsweise beim Golfschlag, beim Werfen, aber auch beim Tragen schwerer Lasten gereizt werden. Betroffene spüren einen deutlichen Druckschmerz an der Ellenbogeninnenseite, der sich besonders beim Beugen des Handgelenks oder beim Ballen einer Faust verstärkt.

Sehnen benötigen oft einen spezifischen Belastungsreiz, um sich zu regenerieren. Reine Schonung kann dazu führen, dass die Sehne noch empfindlicher auf Belastung reagiert.

Manuelle Impulse zur Spannungsregulation wirken oft zeitnah. Da Sehnengewebe jedoch langsam stoffwechselt, benötigt der Aufbau von stabiler Belastbarkeit in der Regel eine Begleitung über mehrere Wochen.

Die Abrechnung erfolgt meist als Privatleistung (Heilpraktiker). Viele gesetzliche Kassen bezuschussen die Behandlung anteilig, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt. Bitte klären Sie dies vorab individuell.